Brandungsangeln in Börgerende
Ein Petrijünger-Treffen eigener Prägung setzte die Jugendleitung des Landes-Anglerverbandes
(LAV) am Wochenende geschickt ins Werk. Aus dem eigentlich vorrangig für Nachwuchs vorgesehenen Brandungsangeln vor Börgerende
zum Ferien-Beginn formierten die Akteure die Veranstaltung mangels Unterzahl an Junganglern kurzerhand zum Freizeit-Ereignis
für Jedermann um. So nutzten diese Begegnung neben 27 Kindern und Jugendlichen auch 33 Erwachsene - darunter vier Frauen -
zur gemeinsamen “Jagd” auf die “Leoparden” der Ostsee. Eigens zu diesem herbstlichen Brandungsangeln reiste aus Meiersberg
bei Ückermünde das Ehepaar Heidrun und Frank Rost an. Sie brachten ihre Söhne Mirka ( 14) sowie Marcel (7) mit, der zugleich
jüngster Angler des Tages war. Nicht jedem Teilnehmer ging ein Dorsch auf die Wattwurm beköderten Haken. Der steife Nord-Ost
pustete manchem Jünger Petris die eigentlich doch kraftvoll an Vier-Meter-Ruten hinaus geschleuderten Fang-Montagen an den
Meeressaum zurück. Schäumende Brandungswellen legten noch eins drauf. Dann war das Wurfblei eventuell zu leicht oder die Schnur
nicht fein genug. Erfahrene Angler greifen zu Krallen- oder Torpedo-Gewichten und schlaufen auch nur einen, anstelle von sonst
zwei Haken ein. So bieten sie Rasmus weniger Angriffsfläche und gelangen besser mit den Ködern in die verheißungsvollen Rinnen
vor Sandbänken, wo Dorsche nach Tobiasfischen jagen. Am Ende wurden 23 küchengerechte Exemplare an Land gezogen. Acht unter
vorgegebenem Mindestmaß bissen ebenfalls an, wurden aber in die Freiheit zurück gesetzt. Dorsche unter 38 Zentimeter Länge
dürfen nicht mitgenommen werden. Über einen 50er der gefleckten Fische triumphierte in der Teilnehmerrunde Kevin Ahlgrimm aus
Demmin.
Dietrich Grunzig